Definition Laterale Führung – Definition für die Praxis

100% Aktive laterale Führung
100% Aktive laterale Führung

Definition der lateralen Führung

Laterale Führung ist der wichtigste Sammelbegriff für die Ausrichtung der Zusammenarbeit auf lateraler und kollegialer Ebene. Der Begriff betont dabei, dass die Führung „seitlich“, d.h. ohne hierarchischen Bezug erfolgt. Dipl.-Psych. Jürgen Junker, mto-consulting, Definition laterale Führung.

Lateral führen bezieht sich darauf, wie Menschen im Unternehmen auf „lateraler Ebene“ dazu gebracht werden Aufgaben, Verantwortung und Zuständigkeiten zu übernehmen, ohne hierarchische Vorgesetztenfunktion, Macht oder disziplinarische Weisungsbefugnis. 

Die Person, die lateral führt z.B.

  • Projektleiter/in
  • fachlich dafür zuständige
  • Stabsfunktion
  • Teammitglied in agilen Projekten

übernimmt dabei die Rolle des einen Akteurs der lateralen Führung.

Die anderen Beteiligten, auf die sich die laterale Führung bezieht, sind nicht wie bei klassischer Führung „die Geführten“, sondern Gleichgestellt. Alle Beteiligten befinden sich auf einer lateralen Ebene. Das was getan werden soll, wird auf Augenhöhe kommuniziert, lateral abgestimmt und vereinbart.

Die „seitliche Führung“ erfordert im Vergleich zur „klassischen Führung“ mehr Kommunikation, Wertschätzung, Dialog, persönliche Überzeugungskraft und die Fähigkeit mit den Beteiligten wirksam Zusammenarbeit zu organisieren.

Definition Laterale Führung - wichtigster Sammelbegriff für die Ausrichtung der Zusammenarbeit auf lateraler Ebene
Definition Laterale Führung – wichtigster Sammelbegriff für die Ausrichtung der Zusammenarbeit auf lateraler Ebene

Definition laterale Führung: „Lateral“

Lateral: Laut DWDS bedeutet lateral „seitlich, von einer Seite ausgehend“ oder „seitwärts“ gerichtet. Der Begriff lateral kommt vom lateinischen laterālis. Lateral taucht als Wortbestandteil von bilateral auf. Bilateral bedeutet zweiseitig von beiden Seiten ausgehend. Der Begriff multilateral ist dementsprechend ausgerichtet auf eine multiple mehrseitige Einflussgröße.

Definition laterale Führung: „Führung

Führung steht als Begriff in einem engen Bezug zu den Themen Führen, lenken, leiten, aber auch durchführen. Die historisch gewachsene Bedeutung von Führung im Sinne von Leitungsgremium und formaler Führungsgewalt wird hier explizit durch die Definition herausgenommen. Es geht vielmehr darum „die Führung auszubauen“, schnelle und effiziente Durchführung zu sichern um so die „Leistungsspitze“ zu erreichen.

Als wesentlicher Bestandteil wird auch der Begriff der Einflussnahme auf die Willensbildung und das Handeln innerhalb einer Organisation herangezogen. Wobei diese Einflussnahme im Unterschied zu klassischer Führung ohne Hierarchie erfolgt.

Führung ohne Vorgesetztenfunktion weitere Definitionen

In vielen Unternehmen, Institutionen und Organisationen wie z.B. karitativen Organisationen, Krankenhäuser und NGOs Nichtregierungsorganisationen spielen schon immer zur Seite gerichtete Führungsprozesse eine wichtige Rolle. Diese Erkenntnisse der Organisationspsychologie und Organisationsforschung führten zunehmend zur Nutzung des Adjektivs „lateral“ im Zusammenhang mit Organisationsbeziehungen ohne formale Führungsmacht.

In einer Vielzahl von Studien und Fallanalysen wurde seit den 1960er Jahren gezeigt, dass laterale Zusammenarbeit und direkte Kooperation in den unterschiedlichsten Systemen und Organisationstypen vorkommt. Trotz formaler Reglungen, hierarchischem Aufbau und disziplinarischen Anweisungen läuft und lief vieles über den sogenannten „kleinen Dienstweg“. Dies bedeutet in der Regel ohne Einschaltung der Hierarchie.

Dynamische Führung vs. statische Führung

In der Organisationstheorie war der Umgang mit seitlicher Führung und lateraler Kooperation stark beeinflusst von der Frage, wie passt die Organisation zu Ihrer Umwelt. Welche Organisationsform und Organisationsstruktur passt optimal zu den aktuellen und sich ständig verändernden Marktbedingungen, der Gesellschaftsstruktur und zu den Mitarbeitenden.

VUCA erfordert laterales Führen

  • V volatility
  • U uncertainty
  • C complexity
  • A ambiguity

Je volatiler, variabler und dynamischer das Umfeld der Organisation, umso höher ist der Anpassungsdruck und die Notwendigkeit sich schnell anzupassen. Die rasend schnelle Veränderung von Märkten in der Globalisierung, das rasende Wachstum von Wissen und die massiven wirtschaftlichen und politischen Veränderungen erfordern zunehmend eine dezentrale Organisationen, die sich dynamisch ausrichtet. Dementsprechend sind laterale Kooperationsbeziehungen von ganz deutlichem Vorteil.

Je komplexer und dynamischer die Umwelt ist, je mehr ein VUCA Environment besteht, desto mehr profitiert eine Organisation von Lateralität als Prinzip der Steuerung von Zusammenarbeit und Zielerreichung.

Lateralen Führen ist direkt angebunden an zentrale Prozesse der Organisation. Die am Lateralen Führen beteiligten Stakeholder und Schnittstellen sind nicht nur in Ihren Rollen in der Organisation interessant, sondern es geht darum die Beteiligten als ganze Menschen zu begreifen.

Laterale Führung – der Kern der lateralen Führung

Worum geht es bei der lateralen Führung? Es geht bei der Führung ohne Führungsfunktion bzw. Weisungsbefugnis darum….

Laterale Führung
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